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Wie sich Feuerwehren auf den Klimawandel vorbereiten

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LFR Bgm. Thomas GRUBER ist für das Feuerwehrwesen im Bereich Hartberg verantwortlich. Zugleich ist er auch beim Landesfeuerwehrband Steiermark tätig.

Expertinnen und Experten sehen in der jüngsten Hochwasserkatastrophe einen deutlichen Hinweis darauf, dass die Folgen der Erderwärmung nun vielerorts spürbarer werden.

Wir haben daher beim LFR Bgm. Thomas GRUBER, verantwortlich für das Feuerwehrwesen im ehemaligen Bezirk Hartberg, nachgefragt, wie sich der Klimawandel auf das Feuerwehrwesen auswirkt und wie sich die Feuerwehr darauf vorbereitet.

 

Wie wirkt sich der Klimawandel auf die Feuerwehren aus?
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Seit Jahren spüren wir enorme Wetterextreme: Lange Trockenperioden, dann wieder anhaltender Regenmit Starkregen, Überflutungen und Stürme. Die Wetterumschwünge kalt/warm werden immer mehr. Die Übergangszeiten sind vorbei, wir erleben im Feber Frühlingstemperaturen dagegen oft im Mai und Juni extreme Kälteeinbrüche.
Die Feuerwehren erleben immer öfter, dass die Eigenverantwortung der Bevölkerung schwindet. Zum Teilsind es Baufehler die Einsätze, z. B. überflutete Keller hervorrufen, diese ließen sich oft durch einfache Maßnahmen verhindern. Wurden früher Kanalschächte vor dem Hause beim Überlaufen selbst ausgeputzt, wird heute die Feuerwehr gerufen.

 

Welche neuen Herausforderungen, hervorgerufen durch den Klimawandel, hat die Feuerwehr in Zukunft zu bewältigen?
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Die Feuerwehren haben mit einem erhöhten Einsatzaufkommen zu kämpfen. Hatten wir früher alle 10 Jahre ein größeres Hochwasser zu verzeichnen, so vergeht jetzt fast kein Jahr ohne größere Unwettereinsätze. Regionen sind meist mehrmals hintereinander betroffen.

Eine Herausforderung ist sicher die Tagesausrückebereitschaft der Feuerwehren, für die immer mehr werdenden überörtlichen Katastropheneinsätze.

 

Wie bereitet sich die Feuerwehr auf den Klimawandel vor?
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Das wichtigste Gut in den Feuerwehren ist unsere Mannschaft, die Ausbildung in der Katastrophenabwehr wurde forciert. Ein bewährtes System, der Katastrophenhilfsdienst, wird laufend evaluiert und an den Erfordernissen angepasst. So wird in den kommenden Jahren steiermarkweit ein weiteres Stützpunktkonzept an LKW und Radlader in den Dienst gestellt, um bei Großschadensereignissen noch effizienter helfen zu können.

 
KLAR! Interview mit LFR Bgm. Thomas GRUBER (PDF)

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